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Ein Brief vom Keilerstein

Christian von Aster


Ein Brief vom Keilerstein


Illustrationen: Holger Much


Hardcover 

128 Seiten

15,99 €

Buchheim Verlag



Das erste, was mir an diesem Buch auffiel, war das Cover, das mich sehr ansprach, als ich es bei Facebook entdeckte. Es ist irgendwie anders, aber der Stil gefiel mir extrem gut. 
Aber ein Briefroman? Hm. Könnte gut gehen, könnte auch schiefgehen. Mal sehen, was der Klappentext sagt.
Okay, jetzt hatten Autor und Verlag mich am Wickel. Das Buch musste her!
Eine goldrichtige Entscheidung, wie sich herausstellte.
Mich erreichte ein gewohnt hochwertiges Buch vom Buchheim Verlag, Lesebändchen inklusive ( ich liebe Bücher mit Lesebändchen!) und mit tollen, außergewöhnlichen Illustrationen. Eben nicht einfach nur ein Buch, sondern ein weiterer Schatz für meine Sammlung. 
Somit die erste Begegnung schonmal ein Volltreffer. Jetzt ging es ans Lesen. 

Der vorliegende Brief, den wir hier lesen dürfen, richtet sich an Thomas, den langjährigen Freund und Studienkollegen des Schreibers. Das letzte Telefonat verlief ungewohnt knapp, der Briefeschreiber möchte sich seinem Freund jetzt schriftlich erklären.

Nach beendetem Studium hatte er aufgrund seiner guten Leistungen viele Möglichkeiten, seine berufliche Laufbahn in renommierten Kliniken fortzuführen. Er entschied sich aber für eine Privatklinik im tiefsten Schwarzwald, auf dem Keilerstein. Denn diese Klinik gehört dem, von ihm sehr verehrten, aber nicht unumstrittenen Dr. Sternhammer. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Thesen und Methoden auch „Frankenstein von Marburg“ genannt. Was Einen abstößt, fasziniert den Anderen. Doch, wie sagt man so schön? Pass auf, was Du Dir wünscht—es könnte in Erfüllung gehen!

Christian von Aster hat eine wunderbare Art, mit Sprache umzugehen, ich war vom ersten Satz an begeistert und alle Zweifel, ob mir ein Roman in dieser Briefform gefallen würde, wären wie weggeblasen. 
Inzwischen habe ich noch ein paar Texte des Autors gelesen und bin mir ziemlich sicher, das mich selbst sein Einkaufszettel faszinieren würde.
Auch die Charaktere im Buch sind wunderbar ausgearbeitet und ich sah sie alle bildlich vor mir. Überhaupt hatte ich von Anfang an das Gefühl, in meinem Kopf einen Film im Stil der alten Edgar Allan Poe Filme mit Vincent  Price zu sehen. Wobei Lovecraft auch mit im Spiel war. Deutlich. :–)
Also: Klare Leseempfehlung für alle, denen Poe und Lovecraft liegen, die gerne mal einen „etwas anderen“ Roman lesen mögen und die einen gepflegten Umgang mit Sprache zu schätzen wissen. 

Lest das Buch, erfreut Euch an den wunderbaren Illustrationen und folgt Christian von Aster. Ich glaube, hier erwartet uns noch einiges an feinem Lesestoff!

Und ja, das ist Werbung. Werbung aus Begeisterung über ein selbst gekauftes Buch, das sich als kleiner Schatz entpuppt hat. Also ab in den Buchladen mit Euch!

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