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Belgische Pralinen mit ungarischem Pfeffer

Heute mal wieder ein Bericht aus meinem Leben außerhalb des Buch-Universums.

Ja, ich weiß, in letzter Zeit kam generell recht wenig von mir. Und ich fürchte, das wird sich in Zukunft auch nicht maßgeblich ändern

Was nicht heißen soll, das ich den Blog aufgebe. Ich habe lange überlegt, gerade im Zusammenhang mit meiner zunächst abgelehnten Akkreditierung für die FBM. Denn ich habe eine Entscheidung getroffen, die meine Freizeit weiter beschneidet...nein, eigentlich bereichert. Aber ich bin halt Vollzeit berufstätig, habe ein Haus mit Garten, meine Ma, lese, häkle, stricke gerne, halte diverse Terrarientiere. Das braucht alles Zeit. Und die Tage haben nun mal nur 24 Stunden. 

Jetzt haben die, die mich kennen, sicher schon gemerkt: "Die Hunde! Sie hat die Hunde in ihrer Aufzählung vergessen!"

Nö, hat sie nicht. Weil die sind das eigentliche Thema.

Denn zu meinen zwei belgischen Pralinchen, die ich vor etwas mehr als 1 1/2 Jahren bei mir aufgenommen habe, ist vor drei Wochen noch eine ordentliche Prise ungarischer Pfeffer gekommen.

Die Frieda. Meine kleine Pusztablume. 

 

Ich hatte schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt, zu meinen zwei älteren Mädchen noch ein jüngeres dazu zu holen. Kein konkreter Plan, nur ein Gedanke. Bis zu dem Tag, an dem ich dieses Bild bei Facebook sah. 

Frieda im Konrad Lorenz Tierheim in Ungarn
Frieda im Konrad Lorenz Tierheim in Ungarn

Ich wusste sofort: Die ist es! Habe angefragt, gezittert, ob ich sie zu mir holen darf. Und dann kam die Zusage, die Maus durfte zu mir ziehen. Es dauerte noch einige Zeit, bis ein Fahrer gefunden war, der sie nach Deutschland bringen konnte. Viel Zeit, um sich Gedanken zu machen, was alles passieren könnte. Würde sie sich mit den anderen beiden vertragen? Was, wenn nicht? Was, wenn es Stress geben würde? Wie würde sie wohl sein? Hätte, wenn und aber. Ich habe die Situation kurz und klein gedacht- eine meiner liebenswerten Eigenarten. Und am Ende kommt dann oft doch alles ganz anders. So wie dieses Mal.

Am 3. August war es soweit. Zusammen mit Marion ( Bloggin‘ Hinkenpinken), die mich netterweise begleitete, ging es zu einem Rastplatz hinter Würzburg, um die Maus in Empfang zu nehmen.  Da ich normalerweise so gut wie nie weitere Strecken fahre, war das ein ganz schöner Ritt für mich. Uff.

Dann die Überraschung. Frieda wurde mir übergeben. Eine Menge Frieda. Aus den angekündigten 5 kg wurden auf den ersten Blick locker 10 kg. Oopsie. Eins der mitgebrachten Halsbänder passte so gerade eben, die Transportkiste war für ihre Größe auch hart an der Grenze. Oha. Na, half nichts, da musste sie jetzt noch durch.

Fünf Stunden später kamen wir Zuhause an, total platt. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit. Wobei meine Müdigkeit irgendwie hilfreich war. Denn ich war zu kaputt, um noch großes Gewese zu machen. Transportkiste ins Haus, Tür auf, ab zu den anderen nach oben. Meine Mama war schon etwas überrumpelt, war das doch ein etwas größerer Hund, als sie erwartet hatte. Aber sie wurde von Friedas unvergleichlichem Charme sofort um die Pfote gewickelt. Was macht es schon, dass das Hundemädchen 10 kg statt 5 wiegt, wenn sie so süß guckt! 

Omma trifft Frieda <3
Omma trifft Frieda <3

Und Chippie und Lola? Haben mich überrascht und sehr glücklich gemacht. Chippie war zwei Tage etwas grummelig, Lola wurde nach zwei Tagen seeehr anhänglich und forderte extra Streicheleinheiten. Das war es auch schon. Kein Stress, kein Gezanke, die drei wurden zum funktionierenden Rudel, eh ich mich versah. Ich kann mein Glück immer noch nicht fassen!

Auch meine vorab geplanten Pläne wurden ganz zuckersüß über den Haufen geworfen. Morgens eine Runde mit allen, nachmittags dann nur mit Frieda, war der Plan. Wurde aber abgelehnt. Von beiden Parteien. Eine für alle, alle für Eine. Meine drei Musketiere. So süß!

Somit bleibt für all meine anderen Hobbies jetzt deutlich weniger Zeit- aber das ist für mich vollkommen in Ordnung. Und für Euch hoffentlich auch! <3

Die regelmäßig Berichte und Rezensionen postende Vorzeige-Bloggerin war ich ja eh nie wirklich. ;-) Aber ich habe trotzdem noch Lust zu bloggen, halt nur so, wie es für mich passt und wie ich Zeit finde. Und ich freue mich riesig über alle Leserinnen und Leser, die mir trotzdem treu bleiben. Danke! :-*

Übrigens: Wer eventuell einen Hund adoptieren möchte oder einfach nur das Tierheim unterstützen möchte, aus dem Frieda stammt, findet bei Facebook die Seite hier:

https://www.facebook.com/Konrad-Lorenz-Tierschutzverein-143483052364032/

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Kommentare: 1
  • #1

    Martina Pakleppa (Donnerstag, 29 August 2019 14:49)

    Das hast du toll geschrieben � und jeder der Hunde bzw Tiere überhaupt liebt müsste das Herz aufgehen ❣️ Geh deinen Weg so wie er für dich passt - alles ist richtig �
    Eine kleine private Anmerkung, die Sarah von meinen Eltern würde mit 12 Kg angekündigt und aus der Transportbox am Düsseldorfer Flughafen kletterten 19 Kg Hund...